Zwischenbrücker möchten mehr Erleuchtung

(Kommentare: 0)

Rosenmontagsbesuch der Pielepoggen im Rathaus

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Immer am Rosenmontag, mit dem zehn Uhr Glockenschlag der Alexanderkirche, zieht eine Gruppe schwarzgekleideter Herren in Richtung Rathaus. Dort erwartet der jeweilige Bürgermeister der Stadt Wildeshausen seinen Amtskollegen aus dem Stadtteil Zwischenbrücken. Denn die Pielepoggen, wie die Einwohner Zwischenbrückens auch genannt werden, wählen in jedem Jahr ihren eigenen Bürgermeister. Beim Besuch im Rathaus wird nicht nur der nächste Amtsinhaber vereidigt. Die Pielepoggen tragen auch ihre Anregungen und Forderungen dem Bürgermeister der Stadt vor.

Jens Kuraschinski (links) und Jürgen Luthardt (rechts) beobachteten, wie Ralf Hentemann (Zweiter von links) seinem Nachfolger Christoph Schlüter die Amtskette richtete. Foto: Martin Siemer
Jens Kuraschinski (links) und Jürgen Luthardt (rechts) beobachteten, wie Ralf Hentemann (Zweiter von links) seinem Nachfolger Christoph Schlüter die Amtskette richtete. Foto: Martin Siemer

Die Besonderheit an dem Treffen ist der Umstand, dass sich am Rosenmontag gleich vier Bürgermeister im Rathaus einfinden. Neben Stadtbürgermeister Jens Kuraschinski waren das in diesem Jahr auf Seiten der Pielepoggen der amtierende Bürgermeister Ralf Hentemann, der seine Amtsketten an seinen Nachfolger Christoph Schlüter übergab. Als „Jung-Bürgermeister“ wurde Jürgen Luthardt vereidigt.

Zentrales Anliegen der Pielepoggen war diesmal die Beleuchtung des Stadtteils Zwischenbrücken. „Die Beleuchtung ist insgesamt nur noch zu 5ß Prozent intakt“, sagte Christoph Schlüter. Auch wünschten sich die Pielepoggen seit Jahren, dass die beiden Brücken im Stadtteil illuminiert werden. „Die Beleuchtung am Rathaus ist absolut gelungen und professionell umgesetzt worden. Das sollte auch für Zwischenbrücken möglich sein“, sagte Helmut Rang. „Die Beleuchtung der Brücken ist Teil des Konzepts für die Innenstadt des Stadtmarketings“, erwiderte Jens Kuraschinski. Er wollte sich bemühen, die Umsetzung zu beschleunigen.

Kuraschinski listete aber eine ganze Reihe von Anregungen der Pielepoggen auf ,die im vergangenen Jahr realisiert wurden. So entstand am Parkplatz Mühlendamm entlang der Hunte ein Grünstreifen mit Sitzgelegenheiten, der von den Pielepoggen ausnahmslos gelobt wurde. Auch sollen die dort noch stehenden Glascontainer wohl zum REWE-Markt am Huntetor umziehen. Dies könnte beim anstehenden Neubau des Einkaufsmarktes geschehen.

Nils Luthardt (rechts) überreichte Joachim Decker ein großes Paket, in dem dessen Lieblingsgetränke verpackt waren. Foto: Martin Siemer
Nils Luthardt (rechts) überreichte Joachim Decker ein großes Paket, in dem dessen Lieblingsgetränke verpackt waren. Foto: Martin Siemer

Noch nicht abgearbeitet ist dagegen das von den Zwischenbrückern gewünschte Geschwindigkeitsmessgerät. Denn immer noch wird nach ihren Empfindungen im Stadtteil viel zu schnell gefahren. Kuraschinski geht aber davon aus, dass sich das mit der neuen Verkehrsregelung und Beschilderung in der Kaiser- und Wittekindstraße ändern wird. Eine Überraschung hatten die Pielepoggen für Joachim Decker, Redakteur der Wildeshauser Zeitung mitgebracht. Decker, der den Rosenmontagsbesuch der Pielepoggen seit Jahren begleitet, war vor seinem Ruhestand im August 2018 das letzte Mal dabei. Nils Luthardt überreichte ihm ein großes Paket, in dem die Lieblingsgetränke Deckers verpackt waren.

Zurück

Einen Kommentar schreiben