Verbale Entgleisungen eines Landtagskandidaten

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AfD-Politiker Patrick Scheelje liefert sich Facebook-Scharmützel mit CDU-Mann Frank Stöver

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Nach dem unangebrachten Facebook-Post von Wildeshausens stellvertretendem Bürgermeister Wolfgang Sasse in der vergangenen Woche beschäftigt jetzt eine verbale Auseinandersetzung zweier Kommunalpolitiker die Wildeshauser.
Ende der vergangenen Woche lieferten sich CDU-Ratsherr Frank Stöver und der AfD-Kreistagsabgeordnete Patrick Scheelje auf Facebook einen Schlagabtausch.
Die Hunte sprach mit beiden Kontrahenten.
Bemerkenswert ist die Sprachwahl Scheeljes, kandiert der Wildeshauser Unternehmer doch bei der Landtagswahl am 15. Oktober für die AfD um ein Mandat.
Am 28. September hatte Stöver einen Post eines Facebook-Nutzer, der Scheelje eine Frage stellte, kommentiert: „Tja und eben dieser P. Scheelje rückt die AfD noch weiter nach rechts. Er ist Landtagskandidat, fährt ein auto mit der 88 im Kennzeichen, was bei Neonazis als Zahlensynonym für 'Heil Hitler' steht.“
Patrick Scheelje antwortete umgehend: „Schon ziemlich erbärmlich, was der "CDU 240 Stimmen - Bahnhof Frank" seit 2016 alles von sich geben muss!“ Und weiter „Wenn Du noch weiter so ein Schrott von Dir gibst, wundere Dich nicht wenn bald ein paar nette Schreiben bekommst - die Du hoffentlich verstehst! Ich rate Dir zu einer Entschuldigung. Im Gegensatz zu Dir weiß ich was ich schreibe!“
Einige Post weiter wir Scheelje dann noch direkter: „Noch solche Verleumdungen von Dir, und Du hast echt ein massives Problem vor Gericht & vielleicht ...! Liegt gerade in meiner Hand und Entscheidung. Und jetzt geh weiter auf Deinen Spielplatz, dummdoof hetzen, wie man es von "Manta Rat Frank" nicht anders kennt!“
Patrick Scheelje äußerte sich am Mittwochmorgen gegenüber unserer Zeitung zur Facebook-Diskussion. „Das war aus meinen Augen ein unterirdischer Verlauf. Ich kann diese Unglaublichkeiten auf Facebook nicht unkommentiert stehen lassen.“ Frank Stöver würde massiv gegen ihn und die AfD hetzen. „Es kann doch nicht angehen, dass in einem Kollektiv auf eine Person eingeschlagen wird“. Den Vorwurf, er habe Stöver gedroht relativiert Scheelje. „Mit Konsequenzen habe ich jene gemeint, die unser Rechtsstaat bietet.“ Er überlege, ob er Strafanzeige gegen Stöver wegen Verleumdung und übler Nachrede stellt. „Immerhin geht das gegen meine Person und meine Existenz.“ Zum Stil seiner Facebookeinträge äußerte sich Patrick Scheelje nicht.
Frank Stöver hingegen ist sich keiner Schuld bewusst. „Ich habe nirgends drauf gehauen. Ich wollte Patrick Scheelje aus der Reserve locken und er hat sich locken lassen“, sagte Stöver unserer Zeitung ebenfalls am Mittwochmorgen. Er habe auf Facebook nicht behauptet, Scheelje sei ein Nazi. „Aber er hat gleich angefangen, mich massiv zu bedrohen“, sagte Stöver. Zudem habe er seinem Kontrahenten angeboten, dass dieser ihm das AfD-Wahlprogramm erklärt. Darauf habe Scheelje aber nur mit einer neuen Attacke reagiert: „Keine Eier sich bei mir zu entschuldigen, für seinen Schwachsinn (obwohl ich Dir die Möglichkeit gegeben habe), nochmal nachlegt, ist einfach ein kleiner stilloser Mensch bzw. traurigerweise Ratsherr, aber so kennt und schätzt man Dich anscheinend in der CDU Politik & Wählerschaft „“ schreibt Scheelje auf Facebook.
Stöver wiederum sah das Scheeljes Intellekt gegen Null tendiert.
Bereits vor kurzem waren die beiden Kontrahenten auf Facebook aneinandergeraten. „Wenn Patrick Scheelje in den Landtag will und dort seine AfD-Politik umsetzen möchte, dann muss er sich seinen Kritikern stellen“, sagte Stöver.

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Kommentar von Patrick Scheelje |

Aus der Reserve locken, auf einem Profil was ich zuvor nichtmal kannte und eingesehen habe :-) Sehr mutig und fair. Das F. Stöver diesen Post bewusst öffentlich gemacht hat, Menschen dazu aufgefordert hat diesen zu teilen und zu veröffentlichen, schreiben Sie leider nicht! Verdreht etwas die Tatsachen!