Pingsten ward fiert

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Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Auch in diesem Jahr wird in Wildeshausen das Gildefest gefeiert. Ein anderes Ergebnis bei der Abstimmung während der Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde wäre auch eine Überraschung gewesen. Einmütig stimmten die 282 Gildebrüder in der Widukindhalle dafür, das traditionsreiche Fest während der Pfingstwoche zu feiern.

Vor der Abstimmung standen die Berichte des Vorstandes der Schützengilde der aus den Kompanieversammlungen. Gleich mehrfach wurde dabei angeregt, die Beschallung während der Auftaktveranstaltung auf der Burgwiese am Pfingstsonntag als auch bei den Paraden auf der Herrlichkeit und in der Innenstadt zu verbessern. „Wir sind da dran“, sagte Gildegeneral Jens Kuraschinski.

Schaffer Andreas Müller, Jens Kuraschinski (von links), König Andreas Tonn, Andreas Tangemann (von rechts) und der neue Schützenbote Werner Hagelmann. Foto: Martin Siemer
Schaffer Andreas Müller, Jens Kuraschinski (von links), König Andreas Tonn, Andreas Tangemann (von rechts) und der neue Schützenbote Werner Hagelmann. Foto: Martin Siemer

Für den erkrankten Oberst Willi Meyer hielt dessen Adjutant Andreas Tangemann einen Rückblick auf das Gildefest 2017 und schaute auch in die Zukunft. „Wildeshausen, die Arbeitsumgebung und das Feierverhalten haben sich verändert. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das Gildefest künftig feiern. Lasst uns möglichst gleich damit anfangen“, appellierte Tangemann an die Gildebrüder.

Schatzmeister Siegbert Schmidt legte die Einnahme- und Ausgaberechnung des vergangenen Jahres vor. Danach erwirtschaftete die Gilde erneut einen Überschuss, der jedoch deutlich unter dem des Jahre 2016 lag. Grund dafür war unter anderem die Anschaffung neuer transportabler Lichtmasten, die die Burgweise während der Auftaktveranstaltung erleuchten. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gilde jedoch zufriedenstellend. Das bewog dann auch den Schatzmeister dazu, die Beiträge und das Einschreibegeld unverändert zu belassen. Dem stimmte die Versammlung ebenfalls einstimmig zu. Das Einschreibegeld bleibt bei 35 Euro. Darin enthalten ist auch ein Starterpaket mit Papagoy und Statuten. Der reguläre Jahresbeitrag für die Mitglieder beträgt 36 Euro.

Zum Jahreswechsel zählte die Wildeshauser Schützengilde 3.663 Mitglieder, neun mehr als im Jahr zuvor. Zwar gab es 86 Neuaufnahmen, allerdings wurden auch 46 Mitgliedschaften gelöscht, weil die fälligen Beiträge nicht entrichtet wurden. „Es sind auch einige Eintagsfliegen dabei, die eintreten, nach dem Gildefest wieder austreten oder ihren Beitrag nicht zahlen“, bedauerte Kuraschinski.

Insgesamt verlief die gesamte Versammlung wenig spektakulär. Es gab weder Anträge das Gildefest zu verschieben noch die Amtszeit des amtierenden Gildekönigs Andreas Tonn zu verlängern. Tonn nahm ebenso wie Schaffer Andreas Müller auf dem Podium des Vorstandes Platz. Mit Werner Hagelmann wurde während der Generalversammlung der neue Schützenbote der Gilde vorgestellt. Er ist die Ordonanz des amtierenden Schaffers und hilft bei den Vorbereitungen der Offiziersversammlung vor Pfingsten, verwahrt die Königskette und sorgt dafür, dass zu den Ummärschen die Kompaniefahnen zur Verfügung stehen. Eine besondere Ehre ist es, den Papagoy in die Stadt zurückzutragen, der vom neuen König von der Vogelstange herunter geschossen wurde. „Schaffer wollte ich nicht werden, König durfte ich nicht werden, da hab ich mir gedacht, ich übernehme das Amt des Schützenboten“, begründete Hagelmann seine Entscheidung.

Wie bei allen Veranstaltungen der Schützengilde endete auch die Generalversammlung mit dem Absingen des Wildeshauser Liedes. Der Wildeshauser Spielmannszug und das Musikkorps Wittekind sorgten im Anschluss für musikalische Unterhaltung.

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