Gegenwind für Wolfgang Sasse

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Wildeshausens stellvertretender Bürgermeister und CDU- Fraktionsvorsitzender eckt mit Facebook-Post massiv an

Von Martin Siemer

Von Martin Siemer Wildeshausen. Massive Kritik handelte sich Wolfgang Sasse, stellvertretender Bürgermeister, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Stadtrat und des CDU-Stadtverbandes am Dienstagabend ein. Sasse hatte auf Facebook eine Fotomontage gepostet, die den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz als Alkoholiker darstellte. „Einen guten Roten erkennt man an seinem Abgang“, lautete die Überschrift. Das Bild war bereits vor der Bundestagswahl massenhaft in den Sozialen Netzwerken geteilt worden. Gut zwei Stunden nach dem Posting war der Eintrag bei Facebook gelöscht.

Kritik an dem Eintrag von Sasse gab es vor allem deshalb, weil er das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters bekleidet. Ein solcher Post sei diesem Amt nicht angemessen, hieß es unter anderem. Auch CDU-Mitglieder wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stephan Rollié äußerten sich. „Diese Fotomontage und schon gar nicht diese Veröffentlichung sind nicht Stil der CDU-Fraktion in Wildeshausen. Ich distanziere mich ausdrücklich davon“, schrieb Rollié ebenfalls auf Facebook. Andere Nutzer forderten den Rücktritt Sasses vom Amt des stellvertretenden Bürgermeisters, zumindest aber eine öffentlich Entschuldigung „da er auch unsere Stadt nach außen repräsentiert.“

Wolfgang Sasse selbst konnte sich den Facebook-Post nicht erklären. „Im Moment weiß ich nicht was passiert ist. "Ich habe seit Freitag Internet-Probleme. Am Dienstag war eine Fachfirma hier und hat die Anlage in Ordnung gebracht. Ich habe den Vorgang gemeldet und meine Passwörter geändert“, sagte Sasse am Mittwochmorgen gegenüber die-hunte.de. Bewusst habe er nichts gepostet. „Mit so etwas habe ich nichts am Hut. Ich habe zu dem Zeitpunkt außerdem im Kreistag gesessen.“ Gleichzeitig wollte Sasse nicht ausschließen, unbewusst diesen Eintrag geliked zu haben. „Ob ich da irgendwo auf einen Like-Button gedrückt habe, ich weiß es nicht.“ Sowohl im Sport als auch in der politischen Arbeit polarisiert Wolfgang Sasse sehr stark. Dadurch hat er einige Menschen gegen sich. „Dass das für einige Leute eine willkommene Sache ist, das ist mir schon klar.“

Abzuwarten bleibt, ob der Facebookeintrag auch Thema in der heutigen Ratssitzung der Stadt Wildeshausen sein wird. Das Gremium tagt um 17 Uhr im historischen Rathaussaal.

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