Bezahlbarer Wohnraum

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Sozialer Wohnungsbau in Wildeshausen kommt in Gang

Von Martin Siemer Wildeshausen. Zusätzlicher, bezahlbarer Wohnraum in der Kreisstadt und dennoch keine wirkliche Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. So könnte man das erst vollende Projekt der GSG Oldenburg beschreiben, dass am Donnerstagmorgen vorgestellt wurde. Am Kornweg in Wildeshausen errichtete die GSG ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen. Die Erdgeschosswohnungen sind barrierefrei eingerichtet, eine sogar rollstuhlgerecht. Dass die neuen Wohnungen dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind, davon zeugt die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen. „Alle zwölf Wohnungen wurden bereits weit vor Fertigstellung vermietet“, erklärte Stefan Könner, Geschäftsführer der GSG. Gemeinsam mit GSG Mitarbeiterin Victoria Büttelmann und GSG Architekt Stephan Klein stellte Könner das Projekt im Beisein von Landrat Carsten Harings und Wildeshausens Baudezernent Manfred Meyer vor.

Die zwölf Wohnungen sind zwischen 48 und 79 Quadratmeter groß. Die Mieten bewegen sich zwischen 268 und 447 Euro. Die Frage, ob die Mieten nach dem Ende der auf 20 Jahre festgelegten Mietpreisbindung deutlich steigen verneinte Könner. „Eine gewachsene Mietstruktur ist der eigentlich Wert eines solchen Hauses. So etwas macht deutlich weniger Arbeit, weshalb wir an langfristigen Mietverhältnissen interessiert sind und weniger an kurzfristigen Renditen.“

Lange lag der Fokus bei der Baulandentwicklung auch in Wildeshausen auf Ein- und Doppelhäuser. Wohnraum für Singles oder Senioren spielte dagegen keine Rolle. Erst mit dem Anziehen der Mietpreise erkannte die Politik, dass sozialer Wohnbau weiterhin notwendig ist. Die GSG will in den kommenden Jahren insgesamt über 100 neue Wohnungen im Landkreis schaffen, wobei Wildeshausen den Schwerpunkt bildet. Mit den Wohnprojekt „Heidehöfe“ an der Heidloge in Wildeshausen hat die GSG derzeit ein weiteres Vorhaben in der Umsetzung. Dort entstehen weitere 57 Wohneinheiten, von denen die Ersten voraussichtlich Ende 2018 bezugsfertig sein werden. Bereits jetzt gibt es für diese Wohnungen zahlreiche Interessenten.

Geplant sind auch Wohnungen in Dötlingen, Harpstedt oder Wüsting. Und auch in Ganderkesee würde die GSG Oldenburg sozialen Mietwohnungsbau vornehmen. „Wir müssen aber erst mal Grundstücke bekommen;“ sagte Stefan Könner.

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