Ende des Frauenvereins nach 61 Jahren

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Die Öffentlichkeit von Wildeshausen hat mit Bedauern zur Kenntnis zu nehmen, dass das Ende des Frauenvereins nach 61 Jahren eingeläutet wurde.

Einst gestartet als Hausfrauenverein wirkten über viele Jahrzehnte viele der Mitgliedsfrauen an vielfältigen Stellen im sozialen Leben der Stadt. Immer waren sie gern gefragte Ansprechpartnerinnen. Vielen von ihnen mag das Lebensalter nun schweren Herzens die Grenze für das soziale Engagement nach außen, aber auch nach innen in den Kreis der Mitgliedsfrauen hinein setzen.

Der eine oder die andere mag sich fragen, wo die jungen Frauen sind und warum es keine jüngeren keine Nachfolgerinnen gibt. Am Einsatz und der Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement kann es nicht liegen. Hier ist der Blick auf die veränderten Lebensläufe von Frauen einerseits und auf gesellschaftliche Veränderungen andererseits zu richten. Frauen sind mehr und mehr durchgängig berufstätig und wollen neben Familie auch ihre erworbenen beruflichen Kompetenzen nutzen oder die finanzielle Situation der Familie erfordert zwei Verdienste. Da wo sich vor Jahrzehnten Frauen nach der Kinderphase in einem Verein wie dem Frauenverein engagieren konnten, sind sie heute (wieder) berufstätig oder einige Jahre später in familiäre Betreuungsaufgaben eingebunden. Und dann sind die Möglichkeiten des sozialen Engagements auch in Wildeshausen gewachsen: Mehrgenerationenhaus oder die Tafel sind da nur zwei Möglichkeiten.

Der Wildeshauser Frauenverein kann zufrieden auf sechs Jahrzehnte des Einsatzes zurück blicken, darf froh und dankbar für viele gemeinsam verbrachte Reisen und Erlebnisse sein. Auch ein wenig Wehmut darf dabei sein, dass es nun nicht weiter geht. Dennoch:
Es geht weiter an anderen Stellen und mit anderen Vorzeichen. Alles hat seine Zeit.

Wildeshausen hat hunderten Frauen zu danken und wird ihnen alles Gute für ihre persönliche Zukunft wünschen.

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