Erhalt von Natur und Umwelt

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Naturschutzstiftung des Landkreis Oldenburg zeichnet 31 aktive Umweltschützer aus

Von Martin Siemer

Wildeshausen/Landkreis. Seit 25 Jahren gibt es die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg. Und ebensolange verleiht die Stiftung jährlich den Umweltschutzpreis. Umwelt und Natur unterliegen stetigen Wandlungen. Straßen werden gebaut, Wohn- und Gewerbegebiete entstehen. „Können wir es uns weiter leisten, die Lebensräume unserer Mitgeschöpfe einzuschränken“, fragte Michael Feiner, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung während der kleinen Feierstunde im Kreishaus. Umso wichtiger sei es, dass es Menschen gibt, die sich für den Erhalt von Natur und Umwelt einsetzen. Die Preisträger würde die Heimat bewahren und ein Stück weit vor diesen Veränderungen schützen und damit viel für die Umwelt leisten. Gemeinsam mit Landrat Carsten Harings überreichte Michael Feiner und Stiftungsgeschäftsführer Bernd Lögering, Urkunden, Preisgelder sowie kleine tönerne Eulen.

Die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg zeichnete auch in diesem Jahr wieder Menschen aus, die sich für den Erhalt von Natur und Umwelt einsetzen. Foto: Martin Siemer
Die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg zeichnete auch in diesem Jahr wieder Menschen aus, die sich für den Erhalt von Natur und Umwelt einsetzen. Foto: Martin Siemer

Ausgezeichnet wurde Gerhard Frensel aus Ovelgönne und der Delmenhorster Carsten Sauerwein. Die beiden sind ehrenamtlich seit 2014 als Wolfsberater tätig. „Meist arbeiten wir ja im Untergrund“, scherzte Sauerwein. Doch mit dem Auftauchen des Wolfs auch in unserer Region habe die Arbeit deutlich zugenommen. „Als 2015 ein Wolf mitten durch Wildeshausen lief, da glühten bei uns 14 Tage nonstop die Telefondrähte“, erinnerte Sauerwein. Frensel hob die gute Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung hervor. „Daran könnte sich das Land ein Beispiel nehmen.“ Dass ihre Arbeit nicht weniger werden wird, zeigt die Zunahme der Wolfsrudel in Niedersachsen. Wurden im April 2017 noch 9 Rudel gezählt, waren es im August bereits 13 Rudel.
Über solche Zahlen konnten Inge und Georg Bümmerstede aus Großenkneten nur schmunzeln. Das Ehepaar zog vor 20 Jahren in die Gemeinde. „Wir stellten damals fest, dass den Mehlschwalben die Brutmöglichkeiten fehlten. Deshalb haben wir an allen vier Giebelseiten Nisthilfen angebracht. Später haben die Schwalben eigene dazu gebaut“, berichtete Georg Bümmerstede. Mittlerweile zählte das Paar in jedem Jahr rund 50 Schwalben, in 20 Jahren als gut 1.000 Vögel. Die Hinterlassenschaft der Schwalben nehmen die beiden gerne in Kauf.
Seit Anfang der 1990er Jahren kümmern sich Karl-Wilhelm Jacobi und Jörg Kramer als Jagdpächter im Revier Wildeshausen-Ost um die Natur. „Wir versuchen seit dem, mit vielen anderen Helfern, die Marschwiesen naturnah zu erhalten und zu gestalten“; erklärte Jacobi. Erst im vergangenen Jahr hatten sie eine Brachfläche in eine Streuobstwiese verwandelt. „Die ersten Bäume haben bereits in diesem Jahr Früchte getragen.“
Mit Obstbäumen beschäftigen sich auch Reimer Grape aus Harpstedt und Heiner Thöle aus Beckeln. Thöle ermöglichte es seinem Pächter Grape, ebenfalls Obstwiesen anzulegen. „80 bis 90 Bäume aller Sorten haben wir inzwischen gepflanzt“, zählt Grape auf.
Besondere Verdienste im Umweltbildungsbereich hat sich Heiko Pape erworben. Als Obmann des Projektes „Lernort Natur“ war er maßgeblich an der Einrichtung des Infomobils der Kreisjägerschaft beteiligt. „Heute haben wir innerhalb der Kreisjägerschaft 14 Naturpädagogen, die Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen die Natur näher bringen“, sagte Pape.
Ausgezeichnet wurden auch 22 Hautflügler-Berater und Beraterinnen aus dem gesamten Landkreis Oldenburg. Sie engagieren sich besonders beim Schutz von Bienen, Wespen Hornissen oder Hummeln. Mit ihrem Wissen stehen sie über das Hautflügler-Beratungsnetzwerk als ehrenamtliche Berater auch der Allgemeinheit zur Verfügung.
Wer sich ebenfalls für den Erhalt der Umwelt engagieren möchte, der kann Informationen bei der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg erhalten. Ansprechpartner ist
Torsten Kröger, Telefon 04431 / 85-361 oder per E-Mail an .

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