Corona-Lage entwickelt sich dynamisch

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Landkreis schränkt Besuchsverkehr ein / Kreistagssitzung findet nicht statt

Von Martin Siemer

Landkreis. Auch wenn sich die Lage bei der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 dynamisch entwickelt, im Landkreis Oldenburg ist die Situation zurzeit stabil. Stand Montagnachmittag gibt es nach wie vor vier Menschen mit einer bestätigten Virusinfektion. Das teilte Landrat Carsten Harings bei einem Pressegespräch im Kreishaus mit.

Eigentlich diente der Termin der Vorbereitung der Kreistagssitzung am heutigen Dienstag. Die Sitzung sollte wie geplant stattfinden, zumal die Tagesordnung nur wenige Punkte umfasst. „Ich bin überzeugt, dass es unsere Aufgabe ist, nach außen zu dokumentieren, dass die staatliche Ordnung aufrecht erhalten wird und bleibt“, betonte Harings. Am Wochenende hatte es einen regen Austausch zwischen der Kreisverwaltung un de Fraktionen des Kreistags gegeben. Harings hatte angeregt, die Sitzung mit einer reduzierten Teilnehmerzahl durchzuführen. Vorgeschlagen hatte er eine Quote von 60 Prozent. Das bedeutet, dass mindestens 31 der 50 Kreistagsabgeordneten plus Landrat bei der Sitzung anwesend sein müssen, damit der Kreistag beschlussfähig ist. Hartmut Post (CDU, Vorsitzender des Kreistags, begrüßte den Vorschlag. Bei ihm hatten sich bislang lediglich zwei der 50 Kreistagsabgeordneten für die Sitzung abgemeldet. Am Dienstagmittag dann jedoch die Absage der Sitzung. Eine Beschlussfähigkeit wäre nicht sicher gewesen.

Die Kreisverwaltung reagiert mit weiteren Maßnahmen auf die weiterhin angespannt Lage. Der allgemeine Besuchsverkehr wird ab dem heutigen Dienstag eingeschränkt. „Alle Anliegen, die nicht absolut dringlich sind, müssen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Entsprechend sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung angewiesen“, erklärte der Landrat. Es ist jedoch weiterhin möglich, die Kreisverwaltung telefonisch, per Post oder E-Mail zur erreichen.

„Wenn ein persönlicher Kontakt zwingend notwendig ist, muss dies ab sofort vorher unbedingt telefonisch vereinbart werden. Dabei sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung angewiesen, mindestens zwei Meter Abstand zu halten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises. Der Zugang zum Kreishaus erfolgt ausschließlich nur noch über den Haupteingang. Dort ist ein Desinfektionsspender aufgestellt, der von allen Besucherinnen und Besuchern benutzt werden muss.

Bei den vier, mit dem SARS-CoV-2 infizierten Menschen, handelt es sich um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die Reiseunternehmen hatten sich in allen Fällen bei den Gesundheitsämtern gemeldet. Auch die mitreisenden Businsassen kamen in häusliche Quarantäne. „Es soll dadurch die mögliche Infektionskette unterbrochen werden“, sagte Harings. Er appellierte an alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises, dazu beizutragen, das der Infektionsverlauf so gering wie möglich gehalten wird. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollten freiwillig 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Wer in dieser Zeit Krankheitssymptome feststellt, sollte sich sofort bei seinem Hausarzt oder der Ärztehotline 116117 melden.

Die Kassenärztliche Vereinigung wird auch in Wildeshausen ein Testcenter einrichten.

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