Musikalische Reise durchs Weltall

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Gelungenes Eröffnungskonzert des Musikkorps Wittekind in Wildeshausen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Jupiter, Mars und die gesamte Star Wars Sage, das Eröffnungskonzert des Musikkorps Wittekind am Sonnabend in der Widukindhalle schien von einem anderen Stern. Doch nicht nur die Kompositionen, die das Orchester um den Dirigenten Ingo Poth ausgewählt und erarbeitet hatten, hatten etwas Kosmisches. Auch die Darbietungen des Ensembles und auch der Solisten hatten gleich mehrere Sterne verdient. Die Mischung traditioneller Märsche mit Jazz- und Pop- und Filmmusik wurde vom Publikum in der fast ausverkauften Halle mit viel Applaus bedacht.
Auch Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski, der mit Ehefrau Bettina Siemer gekommen war, und der stellvertretende Landrat Günter Westermann gehörten zu den Konzertbesuchern.
Mit dem bekannten englischen Marsch „Laridah“ eröffnete das Musikkorps die Konzertsaison 2017. Beim sich anschließenden Landschaftsbild „Ferne Weite“ des Komponisten Rolf Rudin konnten die Besucher die Augenschließen und sich von dem langsam anschwellenden Stück in die Weite entführen lassen.

Die Darbietungen des Ensembles und der Solisten beim Eröffnungskonzert des Musikkorps Wittekind hatten gleich mehrere Sterne verdient. Foto: Martin Siemer
Die Darbietungen des Ensembles und der Solisten beim Eröffnungskonzert des Musikkorps Wittekind hatten gleich mehrere Sterne verdient. Foto: Martin Siemer

Mit dem Stück „Jupiter – der Bringer der Fröhlichkeit“, gab es den ersten Ausflug ins Weltall. Das Stück aus der Feder von Gustav Holst ist Teil der Suite „Die Planeten“ und wurde vom Musikkorps bemerkenswert authentisch dargeboten. Vom Jupiter ging es weiter zu den „Men from Mars“ des Komponisten Harold L. Walter.
Zurück auf die Erde ging es mit dem „Slawischen“ Marsch von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Daran anschließend hatte das Kinderorchester seinen großen Auftritt. Mit der Titelmelodie aus dem Film „Wickie und die starken Männer“, ging es in die Pause.
Der Nachwuchs eröffnete dann auch den zweiten Teil des Konzertabend, diesmal in Form des Jugendorchesters. Dirigiert von Andreas Taute und verstärkt durch einige Musikerinnen und Musiker des Musikkorps spielten sie ein Rock-Medley der größten Led-Zeppelin Klassiker um sich dann mit „Viva la Vida“ von Coldplay zu verabschieden und dem Musikkorps wieder die Bühne zu überlassen.
„A Bridge too far“, aus dem Film „Die Brücke von Arnheim“ war das erste Stück, bevor e wieder in die unendlichen Weiten des Weltall ging. Die bekanntesten Melodien aus der Star Wars Saga, allesamt geschrieben von John Williams, entführten in unentdeckte Galaxien. Dabei stand aber nicht Prinzessin Leia im Mittelpunkt, sondern Franziska Poth, die ein Solo auf dem Waldhorn spielte. Erst vor einem Jahr war die 25-Jährige von der Flöte aus das Blechblasinstrument umgestiegen.
Jazzig ging es dann weiter mit dem Song „Feeling good“, 1964 von Anthony Newley and Leslie Bricusse geschrieben und unter anderem von dem kanadischen Jazz-Sänger und Grammy-Preisträger Michael Bublé interpretiert. Rebekka Böckmann an der Oboe und Marius Kück am Bariton glänzten bei den Soli.
Zum Schluss wurde es dann noch einmal rockig. „Welcome to the Jungle“ von Guns N'Roses setzte des Schlusspunkt des Eröffnungskonzerts.
Zuvor hatte sich Conny Wolter, Geschäftsführerin des Musikkorps mit einem „Familienpräsent“ bei Dirigent Ingo Poth für dessen unermüdliche Arbeit mit dem Orchester bedankt. Das auch wirklich die ganze Familie etwas davon hat, dafür sorgen sicherlich Poths Kinder Franziska und Fabian, die beide seit Jahren im Musikkorps musizieren. Doch auch Wolter ging nicht mit leeren Händen nach Hause. Ralf Pöperny, zweiter Vorsitzender des Musikkorps, bedankte sich der Geschäftsführerin für ihr großes Engagement.
Das Publikum entließ die Musiker aber nicht ohne Zugabe. Mit dem „Party Rock Anthem“ stürmten die Musikerinnen und Musiker von der Bühne, um dort Platz zu schaffen. Denn der letzte Titel des diesjährigen Eröffnungskonzert war der Regimentsgruß, bei dem
sage und schreibe 21 Posaunen dem Publikum den Marsch bliesen.

Impressionen vom Konzert

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