Auf der Suche nach Lieblingsplätzen

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Neues Projekt soll Menschen in der Wildeshauser Geest mit der Natur verbinden

Von Martin Siemer

Landkreis/Wildeshausen. Fast jeder Mensch hat einen Lieblingsplatz. Das kann das Sofa zuhause sein oder der bequeme Sessel im Garten. Viele Lieblingsplätze finden sich jedoch in der Natur, als plätschernder Bach, uralter Baum oder geheimnisvolle Lichtung. Diese Plätze möchte der Bremer Künstler Werner Henkel jetzt entdecken. Innerhalb des Nachhaltigkeitsprojektes (Bio) Diversitätskorridor im Landkreis Oldenburg findet das künstlerische Projekt „Lieblingsplätze“ statt.

Die Lieblingsplätze im Landkreis Oldenburg möchte der Bremer Künstler Werner Henkel jetzt entdecken. Foto: Martin Siemer
Die Lieblingsplätze im Landkreis Oldenburg möchte der Bremer Künstler Werner Henkel jetzt entdecken. Foto: Martin Siemer

Am Montagnachmittag gab Werner Henkel im Kreishaus des Landkreises Oldenburg Einblicke in seine Vorstellung von der Realisierung. „Lieblingsplätze setzt bei der Frage der Verbundenheit mit der Natur und der Landschaft in der wir leben und arbeiten an“, erklärte der Künstler. In einem zweitägigen Workshop am 26. und 27. August möchte er mit einer Gruppe von zwölf Interessierten unter anderem die Fragen klären, was die Einmaligkeit und Besonderheit des Lieblingsplatzes ausmacht, wie der oder die Teilnehmerin ihn erlebt und welche Bedeutung er hat. Henkel betont besonders, dass sicher jeder, der einen Lieblingsplatz hat, angesprochen fühlen soll. Iris Gallmeister, stellvertretende Geschäftsführerin des Zweckverbandes Wildeshauser Geest, hofft, „dass es viele kreative Menschen in der Region gibt, die sich einbringen.“ Der Zweckverband unterstützt das Kunstprojekt.
„Dieses gemeinsame künstlerische Arbeiten soll dazu anregen, im weiteren Verlauf des Jahres an den Lieblingsplätzen gestalterisch aktiv zu werden“, sagte Henkel. Die Plätze sollen künstlerisch verstärkt werden, um damit Dinge sichtbar zu machen, die sonst vielleicht verborgen geblieben wären. „Dabei geht es weniger um den touristischen Blick, nicht um kommen, sehen und wieder gehen“, sagt Henkel. Vielmehr könnte die Plätze und ihre Veränderungen um Laufe eines Jahres erlebbar gemacht werden.
Die kreative Arbeit beginnt mit dem Workshop und endete im Frühjahr 2018.
Angedacht sind weitere Treffen zum Austausch und zum gegenseitigen Besuch an den Lieblingsplätzen. Henkel selbst begleitet den gestalterischen Prozess.
Als Abschluss ist ein gemeinsamer Rundgang und eine fotografische Dokumentation der einzelnen Arbeiten geplant. Und genau dort liegt noch ein Problem, dass es zu lösen gilt. Denn nicht jeder der Teilnehmer möchte seinen Lieblingsplatz unbedingt mit der Allgemeinheit teilen. Um dennoch alle Plätze erlebbar zu machen, könnte es eine Fotoausstellung im Kreishaus geben.

Am Montagnachmittag gab Werner Henkel im Kreishaus des Landkreises Oldenburg Einblicke in seine Vorstellung von der Realisierung der Kunstrprojektes. Foto: Martin Siemer
Am Montagnachmittag gab Werner Henkel im Kreishaus des Landkreises Oldenburg Einblicke in seine Vorstellung von der Realisierung der Kunstrprojektes. Foto: Martin Siemer

Das Projekt „Lieblingsplätze“ ist eingebunden in ein mehrjähriges künstlerisches und wissenschaftliches Vorhaben zur nachhaltigen Entwicklung des Landkreises Oldenburg. Maraja Riechers, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Leuphana Universität Lüneburg, führt dazu bereits in diesen Wochen Interviews mit Menschen aus dem Landkreis Oldenburg und besonders aus der Gemeinde Dötlingen. „Vor allem möchte ich bei diesem Projekt aber einfach nur zuhören, um mir so meine Eindrücke zu verschaffen“, sagte Riechers.
Wer Interesse an, auch seinen Lieblingsplatz darzustellen, der kann sich bei Werner Henkel anmelden. Entweder telefonisch unter 0421 / 442 322 oder per E-Mail an .
Das umfassende Projekt (BIO) Diversitätskorridor Landkreis Oldenburg will verschiedene Zielgruppen mobilisieren, die sich mit Biodiversität, Landwirtschaft, Ernährung, Klimawandel und erneuerbaren Energien in der Region beschäftigen. Das Projekt wird von der Bingo-Umweltstiftung mit 25.000 Euro gefördert.

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