Transparenz ist etwas anderes
(Kommentare: 0)
Ein Kommentar von Martin Siemer
Sanierung der Pagenmarsch aus den Ruder gelaufen. Gesamtkosten für das neue Feuerwehrhaus immer noch nicht berechnet. Baukosten für die Holzhauser Straße deutlich höher als geplant. Wildeshausen scheint sich in die Reihe der Steuergeldverbrenner wie Elbphilharmonie oder Flughafen Berlin Brandenburg einreihen zu wollen. Fehler passieren, das ist verständlich. Nur wenn man mit fremden Geld arbeitet, muss man diese Fehler transparent aufarbeiten. In der Stadtverwaltung sieht man dies allerdings offenbar nicht so. Das Fiasko bei der Sanierung der Pagenmarsch mit einer Kostensteigerung vom mehr als 200 Prozent wird aufgearbeitet. Einen entsprechenden Auftrag hat der Rat der Verwaltung erteilt. Doch die Sondersitzung, in der die Abgeordneten über das Ergebnis informiert werden sollen, findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Was in der Natur der Sache liegt“, heißt es aus dem Stadthaus. Das mag für manche Bereiche gelten, in denen es um personelle Dinge geht. Oder interne Dinge zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Doch die Bürgerinnen und Bürger oder auch Unternehmen, die diese Stadt mit ihren Steuern finanzieren, haben ein Recht darauf zu erfahren, wo Fehler gemacht wurden und wer diese zu verantworten hat. Sonst besteht die Gefahr, das keine Konsequenzen gezogen werden und sich eben diese Fehler immer wieder wiederholen.