Ein Bienenkorb voller Ideen

(Kommentare: 0)

Wie Bee Local Wildeshausen attraktiver machen möchte

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Neue Besen kehren gut. Aber die alten wissen, wo der Dreck liegt. Dieses alte Sprichwort passt sehr gut auf Bee Local. Die Gemeinschaft Wildeshauser Unternehmer ist nämlich ein erfolgreicher Mix aus „alten“ erfahrenen Mitgliedern des ehemaligen Handels- und Gewerbevereins (HGV) und jungen Unternehmerinnen und Unternehmern, die einfach in und für Wildeshausen etwas erreichen wollen.

Das zeigt sich schon am Erfolg des Wildeshauser Gutscheins, von dem alleine im letzten Quartal des vergangenen Jahres 1500 Stück ausgegeben wurden. „Das war ein Umsatz von insgesamt 55.000 Euro, Durchschnittlich 35 Euro pro Gutschein“, erzählte Stefan Gerdes im Gespräch mit dem Wildeshausen Blog „Die Hunte“. „Wir freuen uns darauf, dass das Geld jetzt wieder an die Händler in Wildeshausen zurückfließt. Also genau das, was wir erreichen wollten.“

Mittlerweile gibt es 70 Akzeptanzstellen, bei denen man den Gutschein einlösen kann. Angefangen von der Tankstelle über Bäckereien, Einkaufsmärkten oder Bekleidungs- und Schuhgeschäften.

Doch Bee Local hat noch mehr geplant als nur den schon jetzt erfolgreichen Gutschein. „Wir möchten Wildeshausen attraktiver machen“, erklärte Torsten Koschnitzke, Pressesprecher von Bee Local. Deshalb haben sich aus dem Kreis der etwa 20 aktiven Bee Localer insgesamt sechs Arbeitskreise gebildet. In jeder dieser Gruppen wird ein Thema bearbeitet, welches Veranstaltungen, Aktionen oder Attraktionen hervorbringen soll. Da ist zum einen der „Bee Local Day zu nennen, der zum zweiten Mal am 20 September stattfinden wird. „Aus dem ersten Bee Local Day im vergangenen Jahr haben wir viele Erfahrungen mitgenommen, die jetzt in die neuen Planungen einfließen“, sagte Stefan Gerdes.

Ein wichtiges Thema ist auch die Attraktivitätssteigerung am Samstag. „Bis zum Mittag ist die Stadt gut besucht, danach flacht es ab. Hier könnten man mit Veranstaltungen oder Aktionen den Nachmittag attraktiver gestalten“, so Gerdes. Ein Arbeitskreis trägt den Namen „Sandkiste“. Unter diesem Arbeitstitel soll ein der Innenstadt ein Platz zum Verweilen für Kinder, aber auch Erwachsene entstehen. „Das kann ein temporärer Sandkasten sein. Oder aber auch saisonaler blühender Garten mitten in der Stadt“, verriet Koschnitzke.

Die Bienen im Namen und Logo von Bee Local zeugen bereits von Nachhaltigkeit. Das möchte auch die Händlergemeinschaft umsetzen. „Wir könnten Bienenkörbe anschaffen und so Natur und Nachhaltigkeit zu fördern“, kündigten die beiden Bee Local Macher an. Insbesondere möchte man das Thema Nachhaltigkeit aus ökologischer und soziale Sicht betrachten und entwickeln.

Die Gestaltung der Weihnachtszeit wird in einem weiteren Arbeitskreis diskutiert. „Die Weihnachtsbeleuchtung im vergangenen Jahr war ja aus besonderen Umständen abgespeckt. Hier möchten wir uns einbringen, Dinge entwickeln und mit Ideen schöner gestalten“, erklärte Gerdes. Noch ganz am Anfang sind die Planungen für ein ganz besonderes Event, das mit „Hunte in Flammen“ überschrieben ist. „Das soll etwas ganz besonderes werden“, verrieten Koschnitzke und Gerdes, ohne ins Detail zu gehen.

Wichtig ist beiden, dass Bee Local sich bei all den Ideen und Vorhaben mit dem Stadtmarketing der Stadt Wildeshausen und anderen Beteiligten austauscht. „Wir haben in den bisherigen Beratungen festgestellt, das bei Bee Local ein Menge Leute da sind, die etwas machen wollen“, betonte Michael Müller vom Stadtmarketing.

Zurück