Gutscheine für die Wirtschaftsförderung

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CDW-Stadtratsfraktion beantragt Hilfen für Wildeshauser Unternehmen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Die anhaltenden Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie sorgen auch bei der Wildeshauser Wirtschaft für immer größere Nöte. Während einzelne Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen durften, sind Gastronomie, Kino oder Freizeiteinrichtungen weiterhin geschlossen. Mit den entsprechenden negativen wirtschaftliche Auswirkungen für die Inhaber und Unternehmer.

Die CDW im Wildeshauser Stadtrat möchte die Situation mit einem Wirtschaftsförderungsprogramm entschärfen. CDW-Fraktionsmitglied Jens-Peter Hennken hat einen entsprechenden Antrag an Bürgermeister Jens Kuraschinski gestellt. Danach soll der Rat der Stadt in einem Sonderförderprogramm insgesamt 200.000 Euro von der Coronavirus-Krise besonders betroffenen Einzelhandelsunternehmen/Dienstleister und Gastronomiebetriebe zur Verfügung stellen.

Umgesetzt werden soll dies durch den Kauf von insgesamt 10.000 Gutscheinen im Wert von jeweils 20 Euro. Diese Gutscheine sollen im Losverfahren an die etwa 10.000 Haushalte in Wildeshausen verteilt werden. „In einem Brief weist die Stadtverwaltung auf den Sinn und Zweck der Aktion und dieses Gutscheines hin. Zudem soll darum gebeten werden, nicht nur den Gutschein einzulösen, sondern durch einen zusätzlichen Umsatz die Geschäfte unserer Stadt und die heimische Wirtschaft zu unterstützen“, schreibt Hennken in seinem Antrag.

Der Kommunalpolitiker sieht es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die derzeitige Situation zu bewältigen. „Es geht schlichtweg um den Erhalt Wildeshausens als Mittelzentrum und den Erhalt einer lebendigen Innenstadt.“

Die CDW hat dabei jedoch nicht nur die Wirtschaft im Blick. Auch die Wildeshauser Vereine haben durch die Corona-Krise erhebliche Schwierigkeiten. Deshalb fordert die CDW in einem zweiten Punkt ihres Antrages ein Hilfsprogramm zur Unterstützung dieser Vereine. Der Rat soll hierfür weitere 50.000 Euro zur Verfügung stellen. Außerdem soll Vereinen im Rahmen der freiwilligen Leistungen der Stadt Wildeshausen bei möglichen Mindereinnahmen geholfen werden, die durch die COVID-19 Auswirkungen entstanden sind. Vielen Vereinen seien durch die Absage von Veranstaltungen Einnahmen weggebrochen. Gleichzeitig hätten viele Vereine kräftig in ihre Infrastruktur mit viel Eigenleistung investiert, Kredite aufgenommen, die zurückgezahlt werden müssen. „Die Sorge bei den ehrenamtlichen Vorständen, die teilweise mit ihrem persönlichen Vermögen haften, wächst. Hier gilt es im Stadtrat ein Zeichen zu setzen, wie wichtig uns die Vereine, als Stütze unseres gesellschaftlichen Lebens sind“, schreibt Hennken. Jeder Verein soll hierfür einmalig maximal 2.5000 Euro in Anspruch nehmen können.

Während es dauern kann, bis aus dem Antrag eine tatsächliche Hilfe wird, gibt es in Wildeshausen bereits einige private Initiativen, die die Wildeshauser Wirtschaft unterstützen und stärken wollen.

So hat der Wildeshauser Gildeclub "Gildeshauser" die „Gildeshauser Challange“ gestartet. „Da das diesjährige Gildefest leider ausfällt und durch das ganz nicht gekaufte Bier die Pfingstkasse deutlich entlastet wird, wollen wir etwas Sinnvolles damit machen und lokale Einrichtungen unterstützten“, schreiben die Gildebrüder in ihrer Ankündigung auf Facebook. Sie kauften beim LiLi-Servicekino einen Kinogutschein über 250 Euro, den sie der Wildeshauser Jugendfeuerwehr schenkten. Andere Gildeclubs und auch die Königskompanie der Wildeshauser Schützengilde folgten. Die Königskompanie zum Beispiel stiftete zwei 250 Euro Gutscheine aus dem Ratskeller und verschenkte diese an das Pflegepersonal des Alexanderstifts und des Pflegezentrums Johanneum.

Hotelier Oliver Nicolai startete ebenfalls eine Challenge. Er und sein Team vom Wildeshauser Hof spendieren allen Pflegekräften, die derzeit auch in Wildeshausen am Limit arbeiten, ein Grillbuffet. Nicolai rechnet mit weit mehr als 1000 Teilnehmern. Marcell Görke, Geschäftsführer der Sport- und Wellnessanlage „Auszeit“ in Wildeshausen, folgte dem Beispiel. Er bot allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wildeshauser Lebensmitteleinzelhändler Gutscheine für einen Saunabesuch, einen Sportbesuch oder ein Frühstück in der Auszeit an. Dennis Böseleger, Geschäftsführer von Euronics XXL in Wildeshausen, spendiert allen schulpflichtigen Kinder der Stadt einen Besuch im Krandelbad und obendrein eine Kugel Eis. Wenn das Krandelbad dann nach dem Ende der Corona-Krise wieder geöffnet hat.

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