Astrid Grotelüschen tritt nicht wieder an

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Großenkneter Bundestagsabgeordnete verzichtet auf erneute Kandidatur

Von Martin Siemer

Ahlhorn/Berlin. Paukenschlag vor Ostern: Astrid Grotelüschen, CDU-Bundestagsabgeordnete aus Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten tritt bei der Bundestagswahl 2021 nicht erneut an. Das teilte Grotelüschen am Donnerstagabend in einer Presseerklärung mit. „Ich stehe 2021 nicht für eine weitere Kandidatur zur Wahl in den Deutschen Bundestag zur Verfügung.“

Gemeinsam mit der Familie habe sie sich in den letzten Wochen mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und diese Entscheidung getroffen. „Ohne die Unterstützung meines Mannes und meiner drei Kinder hätte ich Familie und Beruf in Berlin und im Wahlkreis niemals unter einen Hut bekommen“, so Grotelüschen.

Mit ihrer jetzigen Entscheidung möchte sie den den CDU Gemeinde- und Stadtverbänden im Wahlkreis 28, der die Landkreise Wesermarsch und Oldenburg sowie die Stadt Delmenhorst umfasst, anderthalb Jahre vor der Bundestagswahl im Herbst 2021, die Gelegenheit geben, eine/n Nachfolger/in zu suchen und zudem ihre Erfahrung und ihr Wissen weiterzugeben.

Astrid Grotelüschen verzichtet auf erneute Bundestagskandidatur. Foto: Privat

„Es ist mir nicht leicht gefallen, diese Entscheidung zu treffen. Schließlich hängt bei mir nach wie vor sehr viel Herzblut und Verbundenheit mit den Bürgern an dieser Aufgabe. Auch dass ich 2009, nach 46 Jahren, und dreimal in Folge das Direktmandat in meinem Wahlkreis gewinnen konnte, was zuvor keinem CDU Abgeordneten gelang, erfüllt mich nach wie vor mit Dankbarkeit und ist gleichzeitig auch Verpflichtung für mich.“

2021, nach über einem Jahrzehnt als Berufspolitikerin möchte die 55-Jährige studierte Diplom Oecotrophologin für die kommenden zehn Jahre ihres Berufslebens noch einmal etwas Neues beginnen. „Ich habe mit 20 Jahren Erfahrung in der freien Wirtschaft und meinem politischen Engagement, insbesondere als Wirtschaftspolitikerin im Mittelstand, viele interessante Unternehmen, Verbände und vor allem engagierte Menschen kennengelernt. Ich kann mir vieles vorstellen, schauen wir mal, frei nach dem Max Giesinger Lied: Auf das, was da noch kommt! Zudem habe ich ja noch ausreichend Zeit, mich zu orientieren, denn es gibt bis Herbst ‘21 noch einiges zu tun“, so Astrid Grotelüschen. Denn nicht nur in Zeiten von Corona suchen viele ihren Rat sowie ihre Unterstützung.

2009 war Astrid Grotelüschen erstmals in den Bundestag gewählt worden. 2010 wurde sie zur niedersächsischen Landwirtschaftsministerin ernannt. Die Amtszeit dauerte jedoch nur wenige Monate bei zum Dezember 2010. 2013 schaffte sie mit dem Gewinn des Direktmandates den Wiedereinzug in den Bundestag. Und auch 2018 sicherte sie ihrer Partei, der CDU, das Direktmandat im Wahlkreis 28.

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